• Gelungener Abschluss in Heerenveen

    17. März 2014 | Direktlink

    Mit einem guten Ergebnis habe ich den letzten Wettkampf meiner Karriere beendet: Beim ersten Rennen Platz vier und am Sonntag Platz zwei, hinter Olga Fatkulina. Damit konnte ich mich noch auf den dritten Platz in der Gesamtweltcupwertung vorschieben und auch die neunte Saison in Folge auf dem 500m-Podium beenden. Gleichzeitig konnte ich mir mit 13.192 Weltcuppunkten den Punkterekord sichern, den bisher Jeremy Wotherspoon gehalten hatte.
    Der Abschied in Thialf war sehr emotional. Ich hatte viel Zeit für eine Ehrenrunde und die Möglichkeit, mich beim Publikum zu bedanken. Dann wurde ich von Familie und Freunden empfangen und konnte die Schlittschuhe "an den Nagel hängen". Vielen Dank an dieser Stelle für den gelungenen Abschied und die vielen Glückwünsche und Grüße, die mich erreicht haben.
    Die Saison fand damit noch einen äußerst versöhnlichen Abschluss, nachdem ich, nach einem sehr guten Saisonstart, in der zweiten Saisonhälfte nicht so zufrieden mit meinen Leistungen war.

    Der zweite Wettkampftag bei ARD.

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    Weltcupfinale Heerenveen

    13. März 2014 | Direktlink

    Dieses Wochenende steht das Weltcupfinale in Heerenveen an. An den Start gehen nur A-Gruppenläufer und es werden zusätzliche Punkte vergeben. Das heißt, für den Gesamtweltcup kann es noch einmal spannend werden.
    Ich selber laufe Samstag und Sonntag über 500m.

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    Weltcup Inzell

    5. März 2014 | Direktlink

    Auch nach den Olympischen Spielen gibt es für uns Eisschnellläufer noch Wettkämpfe. Los geht es am kommenden Wochenende mit dem Weltcup in Inzell. Am Start sind fast alle Olympiateilnehmer und Medaillengewinner. Für mich geht es darum, sich in der Weltcupgesamtwertung wieder nach vorne zu arbeiten. Eine gefühlte Ewigkeit ist seit dem letzten Weltcuprennen in Berlin vergangen und auch die olympischen Wettbewerbe liegen schon ein bisschen zurück. Die Karten werden also neu gemischt und man darf gespannt sein.

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    Auslosung/Ergebnisse

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    Zurück aus Sotschi

    25. Februar 2014 | Direktlink

    Fast vier ereignisreiche Wochen liegen hinter mir. Die Rückreise aus Sotschi mit dem Umweg über München für den Empfang durch den Bundespräsidenten war nun der vorerst letzte Akt der Olympischen Spiele.
    Die Zeit lässt sich in mehrere Phasen aufteilen: Zuerst stand die Vorbereitung auf die Wettkämpfe im Mittelpunkt, alles war neu und die Tagesabläufe mussten sich erst einspielen. Die Trainingsbedingungen waren optimal und ich habe mich sehr schnell zurecht gefunden.
    Als nächstes standen die Wettkämpfe auf dem Programm, emotional der Höhepunkt der Spiele. Danach folgte eine kurze Zeit der Besinnung und Analyse, bevor ich wieder mit dem Training für die noch anstehenden Weltcups begonnen habe.
    Während der letzten Woche hatte ich neben dem Training ausreichend Zeit und Muße, mir diverse Sportveranstaltungen vor Ort angucken zu können. Auf dem Programm stand Eishockey, Curling und Shorttrack, dazu kamen Besuche im Endurance- und Mountainvillage, verbunden mit Langlauf, Biathlon und Ski-Alpin-Wettbewerben. Tatsächlich habe ich so viele Veranstaltungen wie bei keinen anderen Spielen besucht und konnte Olympia noch einmal in vollen Zügen genießen. Auch habe ich so dann doch noch Sportler anderer Disziplinen treffen können und mitbekommen, wie sich Olympia außerhalb des Coastal Clusters anfühlt.

    Insgesamt hat es mir gut gefallen, die Landschaft ist einfach fantastisch, die Volunteers und Sicherheitskräfte waren freundlich und hilfsbereit und die Organisation verlief problemlos. An die langweilige Musikauswahl und Dauerbeschallung durch die Lautsprecher im Olympiapark habe ich mich irgendwann gewöhnt. Einzig das russische Publikum hat mich enttäuscht. Man mag es parteiisch oder gar unsportlich nennen, auf jeden Fall fehlte die Unterstützung für bzw. der Respekt gegenüber Sportlern anderer Nationen. Wenig war von olympischer Feierstimmung oder allgemeinem Interesse an der Sportart in den Stadien zu spüren. Aber so war wenigstens zu merken, dass die Spiele in Russland stattfanden. Durch den kompletten Neubau der olympischen Sportstätten und die fehlende Integration in bestehende Infrastruktur hatte ich schon ein wenig den Eindruck von Spielen aus der Retorte, die so auch überall auf der Welt hätten veranstaltet werden können.
    Ich hatte eine schöne Zeit: Die Stimmung im Eisschnelllauf-Team und unter allen anderen deutschen Bewohnern des Coastal Village war, trotz mancher Enttäuschung, ausgezeichnet und es gab viel Spaß und interessante Gespräche. Ich habe mich in der Mannschaft sehr wohl gefühlt und werd mich immer positiv an die Spiele von Sotschi erinnern.

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    Mit etwas Abstand...

    15. Februar 2014 | Direktlink

    Seit meinem 500m-Wettbewerb sind nun schon ein paar Tage vergangen, aber an meiner erstaunlich guten Laune hat sich nichts geändert. Natürlich bin ich nicht zufrieden mit dem 6. Platz: Das Ziel, eine Medaille zu gewinnen, habe ich verfehlt. Andererseits konnte ich in einem Wettkampf mit unglaublich hohem Niveau beweisen, dass ich zur Weltspitze gehöre und ein Wörtchen mitzureden habe. Es gibt nur drei Medaillen und ich bin nicht die Einzige, die mit großen Ambitionen an diese Spiele herangegangen ist und nun ohne Siegerehrung nach Hause fährt. Das ist insofern tröstlich, dass man sieht, dass auch andere Topläuferinnen, in der Form ihres Lebens und mit den besten Trainingsbedingungen, sich nicht einfach ihre Medaillen abholen können. Es ist schon eine großartige Leistung, hier unter die Top 6 zu kommen.

    In den zwei harten Trainingsjahren mit dem Fokus auf den 11. Februar 2014 habe ich viel gelernt: Über meine eigene Leistungsfähigkeit, das Verschieben von Grenzen und die Kraft, die darin liegt, einfach an einen Traum zu glauben, sei er noch so unrealistisch.
    Ich habe mein Ziel erreicht, mit dem guten Gefühl meine olympische Karriere zu beenden, mein bestes gegeben zu haben und zu keinem späteren Zeitpunkt bereuen zu müssen, es nicht noch einmal versucht zu haben.

    Die nächsten Tag werde ich die guten Trainingsbedingungen vor Ort nutzen, um mich auf die letzten Weltcuprennen vorzubereiten. Natürlich wird sich auch noch die ein oder andere Gelegenheit bieten, den Rest der Mannschaft anzufeuern und/oder das sonnige Wetter zu genießen.

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    Kalter Wind und kurze Wege

    3. Februar 2014 | Direktlink

    Nach zwei verregneten Tagen haben wir nun schönstes Winterwetter: Kalter Wind und strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Ich wäre sehr dafür, dass alle, die sich vor den Spielen über subtropisches Klima und Spiele unter Palmen mokiert haben, die nächsten zwei Wochen in Flip-Flops und kurzen Hosen verbringen und sich anschließend noch einmal über die klimatischen Bedingungen äußern.
    Mir gefällt hier bisher sehr gut. Zu meiner Überraschung gibt es im Freizeitbereich des Dorfes eine kleine, aber gut sortierte Bibliothek: Von russischen und englischsprachigen Klassikern über Kafka und Stefan Zweig bis zu J. K. Rowling und Stephen King - es ist alles dabei. Der einzige Nachteil ist, dass sowohl der Freizeitbereich, als auch Mensa und Kraftraum in großen Zelten untergebracht sind und man ständiger Heizungs- oder Zugluft ausgesetzt ist. Für stabilere Gebäude hat dann wohl das Geld nicht mehr gereicht...
    Die Wege zur Eishalle sind kurz, mit dem Rad brauche ich nicht länger zum Training als zu Hause. Sicherheitskontrollen gibt es keine, da das Olympisches Dorf und Olympischer Park eine Sicherheitszone bilden und einzig die Zugangsberechtigung kontrolliert wird. Dafür muss man in Kauf nehmen, dass das Dorf keinen Anschluss an „normales“ städtisches Leben hat. Konnte ich in Vancouver nach wenigen Metern schon Kaffee trinken, Sushi essen oder in einen Supermarkt gehen, kämpft man sich jetzt an Absperrungen, abenteuerlichen Baustellen und neuen Hafenanlagen vorbei, bevor man etwas von Sotschi-Adler zu sehen bekommt.
    Ansonsten merkt man, wie die Spannung steigt: Gestern ist das zweite Kreuzfahrtschiff/Hotelschiff in den Hafen eingelaufen, die Flugzeuge fliegen im Minutentakt den in der Nähe gelegenen Flughafen an, im Stadion wird die Eröffnungsfeier geprobt und überall werden noch kleinere Dinge gebaut und verschönert.
    Meine Generalprobe habe ich bei einem kleinen Wettkampf am Mittwoch, eine gute Gelegenheit, um schon einmal die Abläufe zu proben und das Eis unter Maximalbelastung zu testen.